Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) Ausbildung

Die Ausbildung in kognitiver Verhaltenstherapie vermittelt praxisnah die wichtigsten Methoden, Modelle und Gesprächstechniken der modernen KVT. Sie lernen Schritt für Schritt, Klienten professionell zu begleiten, dysfunktionale Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und nachhaltige Veränderungsprozesse therapeutisch oder beratend zu begleiten.
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KVT Ausbildung

350,00 

pro Wochenende

Start: 19.09.2026

Dauer: 11 Wochenenden (22 Tage)

Termine: 19./20.09. und 28./29.11.2026 , alle weiteren Termine werden mit den Teilnehmern vereinbart.

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Informationen rund um das Seminar

Seminaraufbau & Ablauf

Die Ausbildung gliedert sich in insgesamt 11 Ausbildungsblöcke und orientiert sich am Manual der kognitiven Verhaltenstherapie. Theorie, Praxisübungen, Reflexion und therapeutische Gesprächsführung werden systematisch miteinander verbunden.

Im ersten Block geht es zu Beginn um organisatorische Themen und einen ersten Einblick in die KVT. Wir besprechen unter anderem die Organisation der Supervisionsstunden während der Ausbildung und ebenso Möglichkeiten, Klienten für die eigenen Fälle zu akquirieren. Im Anschluss daran erhalten Sie einen ersten Überblick über die Modelle und Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und die einzelnen Schwerpunkte der Ausbildung. Da die KVT unterschiedliche Therapien beinhaltet, werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Methoden anderer therapeutischer Verfahren, deren sich die kognitive Verhaltenstherapie in gewissen Phasen bedient. Weiterhin lernen Sie das Modell der Entstehung von Emotionen kennen und ebenfalls, wie Sie dieses Modell Ihren Klienten sinnvoll vermitteln.

Im zweiten Block vertiefen Sie das Modell der Entstehung der Emotionen. Da die KVT eines der umfassendsten Modelle bei Veränderungsprozessen darstellt, kommt es darauf an, den Klienten für sie wichtige Informationen zu vermitteln. Ebenso müssen auch Sie im Vorfeld von Ihren Klienten wichtige Informationen sammeln, um den Verlauf der Therapie planen und strukturieren zu können. Wenn Sie therapeutisch arbeiten, müssen Sie eventuell Therapie- und Kostenübernahmeanträge stellen. Auch hierfür ist ein ausführliches Gespräch sinnvoll. Da es im Verlauf einer Therapie (oder eines Coachings) immer mal wieder zu Widerständen mit Klienten kommen kann, sind Sie bereits im Vorfeld dazu verpflichtet, Ihre Klienten aufzuklären, welcher Prozess auf sie zukommt. Deshalb beschäftigen wir uns in diesem Ausbildungsblock mit dem Verstehen des KVT-Modells und der Vermittlung von diesem.

 

Im dritten Ausbildungsblock werden wir uns das SKR-Modell – das Modell, mit dem Sie und Ihre Klienten während des gesamten Prozesses arbeiten werden –genauer anschauen. Das SKR-Modell zeigt Ihnen und Ihrem Klienten die einzelnen zu bearbeitenden Bewertungssysteme, die zu unerwünschten Emotionen und Verhaltensreaktionen führen. Es ist von enormer Wichtigkeit, Lücken in SKR-Modellen von Klienten zu erkennen, die diese bewusst oder unbewusst außen vorgelassen haben. Nur mit einem korrekt erstellten SKR-Modell wird es Ihnen und auch Ihrem Klienten möglich sein, an der Problemstellung zu arbeiten. Häufig beruhen Probleme von Klienten auf wiederum anderen Problemen. Als Therapeut (oder Coach) ist es Ihre Aufgabe, zu erkennen, ob es sich um hierarchische Probleme oder parallel bestehende Probleme handelt. Die dafür erforderlichen Disput-Techniken werden in Block 3 ebenfalls erprobt.

In diesem Block arbeiten wir an einem sinnvollen Erstkontakt mit Klienten und schauen uns ein Erstgespräch mit Zielsetzung und Inhalt an. Es gibt Klienten, die unterschiedliche Probleme haben und am liebsten alle sofort bearbeiten möchten. Die meisten Probleme lassen sich jedoch bei genauem Hinsehen in einen Problembereich zusammenfassen. Um den weiteren Verlauf der Sitzungen strukturieren zu können, ist es wichtig, den Klienten nach KVT-Gesichtspunkten richtig einschätzen zu können. Ein guter Beziehungsaufbau steht während der ersten Sitzungen im Mittelpunkt, um einem späteren Therapie- oder Coachingabbruch entgegenzusteuern. Der zentrale Punkt dieses Blocks ist die richtige Einordnung schädigender Selbstwertstrategien. In verschiedenen Übungs-Aufgaben werden Lösungsmodelle aufgezeigt.

Zu Beginn der Ausbildung haben Sie bereits gelernt, wie Emotionen entstehen und wie die unterschiedlichen Bewertungssysteme ebenso unterschiedliche Emotionen hervorrufen können. Bewertungssysteme laufen häufig vollautomatisch ab. Uns interessiert in diesem Block, wie lerntheoretisch bestimmte Bewertungssysteme entstehen und welche Konzepte es gibt. Sie lernen, unter KVT Gesichtspunkten die unterschiedlichen Kognitionstypen zielgenauer einzuteilen und Copingstrategien zu identifizieren. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Themen Schlaf, Achtsamkeit und Resilienz. Viele Klienten haben im Laufe ihres Lebens Schwierigkeiten im Umgang damit erlebt und können die Ursachen dafür nicht rekonstruieren. Deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Methoden an der Hand zu haben, um dysfunktionale Systeme des Klienten sichtbar zu machen.

Dieser Block beschäftigt sich mit Anamnesestellungen und Analysen. Wir schauen uns unter KVT-Punkten an, wie eine Therapie geplant wird, wie Sie diagnostisch an den vom Klienten erarbeiteten SKR-Modellen arbeiten und lernen, mit bestimmten Gesprächstechniken zu arbeiten, wenn es von Seiten des Klienten zu Widerstandsphänomenen kommen sollte. Vom SKR führt der Weg zum SKRZSAE und damit zu einer Vision, dessen, was Patienten oder Klienten erreichen möchten.

Sie haben in den vorangegangenen Ausbildungsblöcken viele Gesprächstechniken und Interventionen erlernt. Wenn wir von einer typischen kognitiven Verhaltenstherapie mit Klienten ausgehen, sind Sie in diesem Ausbildungsblock ca. in der Mitte angekommen. An dieser Stelle ist es wichtig, eine Lebenszielanalyse mit dem Klienten zu erstellen, um zu überprüfen, inwieweit Klienten an realistischen Zielen arbeiten. Nach der Lebenszielanalyse geht es um die Planung der nächsten Jahre im Leben des Klienten. Oftmals kommt es in dieser Phase zu Trauerreaktionen oder Widerständen des Klienten, weil häufig bemerkt wird, dass sie lebenslang an Zielen gearbeitet haben, die nicht ihre eigenen waren oder an Zielen arbeiten, die nicht erreichbar sind. Es ist wichtig, auch diese Problemstellungen zu thematisieren und zu besprechen. Dafür ist es erforderlich sich mit der eigenen sozialen Rolle auseinanderzusetzen, um sich ggf. auch von selbstschädigenden Rollenbildern lösen zu können.

Dieser Block ist den Sokratischen Dialogen gewidmet. Sie stellen eine besondere Technik der KVT dar und sind ein elementarer Bestandteil der kognitiven Verhaltenstherapie. Nach einigen Stunden werden Sie erkennen können, welche Leitfragen und Lebensmuster, welche Werte und Normen Ihr Patient verfolgt und diese mit ihm disputieren. Die sokratische Gesprächsführung wird genutzt, um dem Klienten sein Bewertungssystem offenzulegen und ein neues zu erarbeiten. Klienten sollen lernen, ihre Bewertungssysteme, Glaubenssätze und Ziele selbst zu überprüfen. Diese Prüfung bedient sich kognitiv verhaltenstherapeutischer Disputtechniken, die auch reflexiv geübt werden, damit Sie als Therapeut oder Coach die Chance haben, sich mit Ihren eigenen Gedankenmustern auseinanderzusetzen.

Sie werden im Laufe einer kognitiven Verhaltenstherapie an einen Punkt kommen, an dem Ihre Klienten ihre „alten“, dysfunktionalen Bewertungssysteme nicht mehr aufrechterhalten möchten, weil sie erkannt haben, dass nur mit einem neuen Bewertungssystem auch andere, nützliche Emotionen anzusteuern sind. In diesem Block erlernen Sie die Techniken der KVT, mit deren Hilfe Sie Ihren Klienten dabei unterstützten, ein solch neues Bewertungssystem aufzubauen. Damit das neue Bewertungssystem der Klienten auch greifen kann, muss dieses im Alltag eingeübt werden. Dies ist häufig die schwierigste Phase für den Klienten und auch der Therapeut (oder Coach) muss den steigenden Druck aushalten lernen. In Gruppenübungen wird genau dieser Teil der KVT praktisch erprobt. Hierbei steht es den Teilnehmern zu Wahl, ob dieser Block in Präsenz durchgeführt (ein zusätzlicher Tag) und die Übungen begleitet werden oder ob eigene Übungsanlässe geschaffen werden.

Der Klient beginnt, sein neues Bewertungssystem einzuüben. In dieser Phase der KVT ist es wichtig, die Motivation und Bereitschaft des Klienten auch bei Rückschritten weiter zu fördern. Hierzu bedienen sich Therapeuten (oder Coaches), die mit kognitiver Verhaltenstherapie arbeiten, verschiedener Methoden. In vorangegangenen Blöcken haben Sie bereits Disputtechniken kennengelernt und geübt. Auch beim Training neuer Bewertungssysteme kommen Disputtechniken zum Einsatz. Außerdem erlernen Sie für die KVT typische Entspannungsmethoden, die dem Klienten beim Einüben seines neuen Bewertungs- und Verhaltensmusters helfen sollen, fokussiert zu sein. Dieser Schritt ist häufig der letzte in der kognitiven Verhaltenstherapie.

In der KVT bedarf es zu einem bestimmten Zeitpunkt des Therapieverlaufes aufdeckender Verfahren. Die hier empfohlenen Techniken sind Hypnose und EMDR. In Zusammenarbeit mit 2 weiteren Instituten besteht die Möglichkeit, an Grundlagenkursen teilzunehmen. Die Vermittlung dieser Techniken kann in diesem Rahmen nicht stattfinden. Es wird aber gezeigt, wie diese therapeutischen Verfahren eingebunden werden und warum sie insbesondere beim Gedankenstopp hinsichtlich dysfunktionaler Denkmuster sehr wirksam sind. Der letzte Block setzt sich auch mit dem Thema des Gestaltens von Abschieden auseinander. Viele Klienten bedürfen auch einer einfühlsamen Begleitung in das eigenverantwortliche und neue Leben.

Lernziele & Ergebnisse

Nach Abschluss der Ausbildung können Sie:
  • therapeutische Prozesse strukturieren und begleiten
  • emotionale und kognitive Muster analysieren
  • Disput- und Gesprächstechniken anwenden
  • dysfunktionale Glaubenssätze erkennen
  • Veränderungsprozesse therapeutisch begleiten
  • KVT-Methoden praktisch im Alltag einsetzen
Die Ausbildung verbindet theoretisches Wissen mit praxisnaher Anwendung und Selbsterfahrung.

Zertifikatsinformationen

Abschlusszertifikat
  • Für den erfolgreichen Abschluss müssen mindestens 20 von 22 Ausbildungstagen absolviert werden.
  • Zwei Fehltage sind möglich. Krankheitsfälle stellen Ausnahmen dar.
Zertifikatsarten
  • Ohne Heilerlaubnis / als Coach oder Berater: Abschlusszertifikat „Kognitives Verhaltenscoaching“
  • Mit Heilerlaubnis: Abschlusszertifikat „Kognitive Verhaltenstherapie“
Wenn Sie erst nach Ausbildungsende mit eigenen Fällen beginnen, erhalten Sie zunächst ein Teilnahmezertifikat. Das Abschlusszertifikat wird nach Einreichung der erforderlichen Transkripte und Supervisionsnachweise ausgestellt.

Zahlung & Leistungsbeschreibung

Im Ausbildungspreis enthalten:
  • Teilnahme an allen Ausbildungsblöcken
  • Umfangreiche Seminarunterlagen
  • Praxisübungen & Fallarbeit
  • Austausch in Kleingruppen
  • Zertifikat / Teilnahmebescheinigung
  • Begleitung durch erfahrene Dozentin
Supervisionsstunden
  • Im Rahmen der Ausbildung sind insgesamt 10 Supervisionsstunden vorgesehen.
Wahlmöglichkeiten
  • 5 Stunden Gruppensupervision + 5 Stunden Einzelsupervision
  • 2 × 5 Stunden Gruppensupervision
  • 10 Stunden Einzelsupervision
Kosten
  • Gruppensupervision: 50,00 EUR / Stunde zzgl. MwSt.
  • Einzelsupervision: 100,00 EUR / Stunde zzgl. MwSt.
Die Supervisionskosten sind nicht in den Seminargebühren enthalten. Für Einzelsupervision arbeitet Schneider Seminare mit dem Lange Institut in Alfeld zusammen.
Zahlung:
  • Der Seminarbetrag muss nicht komplett im Voraus bezahlt werden, sondern kann jeweils pro Seminarwochenende beglichen werden.
  • Kurz vor Beginn des jeweiligen Seminarwochenendes erhalten Sie eine Rechnung, die bequem per Online-Banking bezahlt werden kann.
  • Nach Zahlungseingang erhalten Sie den Zugangslink zum Seminar.

Praktische Hinweise & Organisatorisches

Zielgruppe
  • Die Ausbildung eignet sich sowohl für therapeutisch tätige Personen als auch für Coaches, Berater und Interessierte aus psychosozialen Berufen.
Ausbildungsformat:
  • Präsenzanteile
  • Praxisübungen
  • Reflexionsarbeit
  • Gruppenarbeiten
  • Teilweise Online-Begleitung möglich
Voraussetzungen
  • Es sind keine zwingenden therapeutischen Vorkenntnisse erforderlich.
  • Offenheit zur Selbsterfahrung und zur praktischen Arbeit mit Klienten wird empfohlen.
Gruppengröße
  • Mindestens 6, maximal 16 Teilnehmer.
  • Kleine Gruppen ermöglichen persönliches Lernen und individuelle Fragen.
Empfehlung
  • Eigene Praxisfälle während der Ausbildung unterstützen den Lernprozess erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Die Ausbildung richtet sich auch an Coaches, Berater und Interessierte ohne therapeutische Vorbildung.

Ja. Eigene Fälle sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.

Ja. Die Supervision ist Bestandteil der Ausbildung und dient der Reflexion praktischer Fälle.

Ja. Bis zu zwei Fehltage sind möglich.

Ja. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein entsprechendes Abschlusszertifikat bzw. Teilnahmezertifikat.

Sehr praxisorientiert. Neben Theorie stehen Übungen, Gesprächsführung und Fallarbeit im Mittelpunkt.

Ja. Die Ausbildung vermittelt zusätzlich Einblicke in ergänzende Verfahren wie Hypnose oder EMDR.

Anfrageformular

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